Alfred Döpker

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Ein persönliches Gespräch:
offen und ehrlich.

Als geschäftsführender Gesellschafter des Bauunternehmens Alfred Döpker GmbH & Co. KG führt Christian Schaefer den Traditionsbetrieb seit 2008 mit viel Gespür durch die Bedürfnisse der heutigen Zeit. Angefangen hat der gebürtige Berliner 1999 durch eine Annonce,
nach nicht einmal zehn Jahren nahm der gelernte Maurer offiziell die Nachfolge von Alfred Döpker an. Was ihn zu so einem guten Chef macht? Vielleicht, dass er sich selber nicht so bezeichnen würde. Dass er auf dem Bau lieber lösungsorientiert als laut agiert. Oder seine Art, Mitarbeiter einzubeziehen und zu motivieren. Fragen wir Schaefer doch selbst:

Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Christian Schaefer: Ungerechtigkeit. Wenn wir als Team oder gar als Firma in eine Schublade gesteckt werden, wo ich uns nicht sehe. Wir sind fair und ehrlich und wenn es nach mir ginge, sollten diese Grundwerte neben Qualität und Sorgfalt doch Standard sein.

Ihr Team ist Ihnen sehr wichtig, oder?

Schaefer: Die Firma Döpker arbeitet teamorientiert. Dabei hat jeder Einfluss auf die Prozesse. Unsere Ordnerstruktur gehört optimiert? Frau Schoon, unsere gute Seele am Empfang, benötigt Zugriff auf meinen Outlook-Kalender, damit sie jederzeit nachschauen kann, wo ich bin? Da bin ich der letzte, der etwas dagegen hat. Und genau diese Dinge fördern das Wohlbefinden aller. Die Leute machen nicht nur Arbeit nach Vorschrift, sondern sogar mit Freude und hochmotiviert. Sie identifizieren sich mit Döpker. Und da greift mein Motto »Wir wollen anders sein als andere.« Gute Arbeit abliefern können viele, wir müssen uns abheben.

Wie machen Sie das?

Schaefer: Menschlich. Wir gehen nicht nur gut mit unseren Partnern um, hinterlassen unsere Baustellen ordentlich für unsere Nachunternehmer, sondern in erster Linie arbeiten wir da an uns selber. Gerade zum Beispiel ganz konkret an unserem Leitbild, das jeder im Unternehmen als klaren Weg, als Richtlinie verstehen wird. Weil am Ende ja auch jeder daran mitgewirkt hat. Diese Orientierung, überhaupt die ganze Sinnhaftigkeit darin, ist immens wichtig für das Engagement und die Motivation des Einzelnen.

Wie kann man sich diese Arbeit konkret vorstellen?

Schaefer: Unser 30-köpfiges Team sitzt gerade mitten in einem Workshop, in dem Vision, Mission und Werte für Döpker herausgearbeitet werden – Döpkers Leitbild eben. Es ist natürlich von Vorteil, wenn das aus dem Inneren der Firma kommt und nicht gutsherrenmäßig von mir »da oben« vorgegeben wird. Die Mitarbeiter fühlen sich ganz anders wertgeschätzt. Geben so auch vor, wie sie intern und nach außen wahrgenommen werden wollen – und dass das ankommt, bestätigen uns viele unserer Partner. Außerdem besuche ich Seminare oder Vorträge über das Thema »Mitarbeiterbegeisterung«

Ein Alleinstellungsmerkmal in einer Branche, in der es sonst ja eigentlich etwas weniger gefühlig zugeht, oder?

Schaefer: Das mag sein, für uns ist das spannend, was da für Prozesse ausgelöst werden. Und auch wir müssen ja ab und an lösungsorientiert Klartext reden, aber das kommt dann eben noch direkter an und läuft ebenfalls unter Fairness und Ehrlichkeit.

In welcher Situation sind Sie eindeutig Chef?

Schaefer: Zum Beispiel in Diskussionen bei unseren wöchentlichen Bauleiterbesprechungen: Da braucht es mal mein »Ihr müsst den Bauherren aber auch mal so und so verstehen«, damit sich alle wieder sammeln. Wenn ich nicht dabei bin, vertritt mittlerweile allerdings jeder unsere Philosophie. Das ist schon etwas Besonderes.

Und sicher auch eine gewisse Vorbeugung gegen den Fachkräftemangel, der auf die Branche zukommt.

Schaefer: Exakt. Wenn sich in der Region rumspricht, dass bei Döpker die Mitarbeiter Spaß an der Arbeit und ein tolles Umfeld haben, ist das doch die beste Werbung. Und wir brauchen immer gute Leute. Das sehen wir auch an dem Elan, den unser Polier-Geselle Lars Heuer an den Tag legt. Oder an unseren Youngsters Ramona und Jan, die gerade als Bauleiter zwei große neue Projekte betreuen, aber noch mitten in einer Übergabe von 100 Wohnungen stecken. Die sind gedanklich so sehr in den Themen und an einigen Stellen weiter, als ich es erwartet hätte. Da bekomme ich Gänsehaut. So haben wir hier schließlich alle mal angefangen.

Foto: Markus Monecke

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