C.U.P.

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Jedes Event ein Erlebnis. Für unser Titelthema hat Chefredakteur Jannes Vahl Geschäftsführerin Christiane Braasch Thoss zum Interview getroffen.

Man kann nun nicht gerade behaupten, dass der Alltag von C.U.P.-Geschäftsführerin Christiane Braasch Thoss langweilig wäre. Mit dem altehrwürdigen Müggenkrug nahe Ohmstede hat sie sich nun einen
weiteren Traum erfüllt: den Traum einer eigenen Eventlocation.

Nein, das trinkt Ihr nicht, das ist doch viel zu warm.« Qualität, Perfektion und Gastfreundschaft sind ganz sicher Dinge, die Christiane Braasch Thoss auszeichnen. Zu Beginn unseres Gesprächs über C.U.P., ihre Eventagentur mit Schwerpunkt auf erstklassigem Catering, wandert die Flasche Wasser also wieder zurück in die Tasche. Stattdessen schenkt uns die gut gelaunte Gastgeberin italienisches Mineralwasser aus dem Kühlschrank in edle Gläser, bauchig und dünnwandig. Wir sitzen in der Bar ihres »Müggenkrug«, einem kleinen Hotel mit drei Zimmern, das C.U.P. gleichzeitig als Eventlocation dient. Und mehr: »Wir bauen den ersten Stock gerade aus, um dort unsere Büros einzurichten, der Müggenkrug wird also sowas wie die neue Schaltzentrale für C.U.P.« Braasch Thoss klingt stolz und auch etwas erleichtert ob der Vorstellung, dass die Bauarbeiten im Haus bald ein Ende finden. Sie ist die Frau für die Ideen, für die Visionen bei C.U.P., da stören Staub und Baulärm ihren kreativen Geist nur.

Auf einer Führung durch den Müggenkrug merkt man schnell, wie detailverliebt Braasch Thoss ist: Für jede Ecke hat sie genaue Vorstellungen davon, wie sie aussehen soll und was dort alles stattfinden kann. Draußen sind die nächsten To-dos ein großes Festzelt, mit dem die Location bis zu 600 Personen fassen kann, und die Beschilderung für die idyllische Ortschaft Kortendorf nahe Ohmstede, die mit dem Auto quasi eine Kurve von Oldenburg entfernt liegt, gefühlt aber eine andere Welt beherbergt. Eine ruhige, beschauliche Welt zwischen dem Bornhorster See und den Wiesen der Wesermarsch, die sich genauso perfekt für Kohlfahrten oder Ausflüge eignet wie für Tagungen, in deren Mittagspausen man mal am Wasser durchpusten kann. Im Müggenkrug selber findet man die Natur der Region nicht nur in den Blumenarrangements wieder, sondern auch in den Bildern an den Wänden, die allesamt heimische Käfer oder Damwild zeigen. Die Zimmer des Hotels heißen »Bente«, »Femke« und »Elske« und sind ebenso modern und komfortabel eingerichtet wie die Tagungsräume und der Saal mit Giebel, Backsteinwand, großen Fenstern und einem großen Tor, in dem bis zu 200 Personen Platz finden. Der Mix aus neuester Technik und den alten Möbeln, die teilweise aus dem Privatbesitz von Braasch Thoss stammen, macht den Saal zu einem perfekten Raum für Geschäftsleute oder aber die große Traumhochzeit.

Führt mit klarer Linie und klarer Hand – ihre Mitarbeiter zur Perfektion von der Begrüßung bis zum Ende des Events, ihre Kunden zum rundum gelungenen Erlebnis.

 

Das Besondere an C.U.P.: Ideen, Konzept, Personal, Location und Essen kommen allesamt aus einer Hand. Für das Catering zeichnen vier Köche um Wolfgang Müller, Braasch Thoss´ Ehemann Jochen und Küchenchef Thomas Arndt verantwortlich. Das Team kreiert unter dem Namen »Ein BISSchen Marquard« Gourmet-Häppchen mit TV-Koch Stefan Marquard und allerlei Platten, die man sich jederzeit und vor allem mit einem Online-Rabatt unter www.cup-oldenburg.de bestellen kann. Aber auch Sous-vide-Garen oder andere Verfahren gehören selbstverständlich zum Repertoire der Küche, die in der Lambertistraße arbeitet, wenn sie sich nicht gerade irgendwo auf der Welt nach neuen Inspirationen umschaut.

»Liebe geht schließlich durch den Magen, oder?«, Braasch Thoss ist sich da sicher, denn diesen Leitsatz hat sie schon während ihrer knapp 20 Jahre als Geschäftsführerin im Restaurant Phönix gelebt. »In Zeiten, in denen bei uns kaum noch jemand einer Einladung folgt, um endlich mal wieder satt zu werden, hat das Essen einen neuen Stellenwert eingenommen. Die Auswahl und Präsentation der Speisen sind darum wie eine Visitenkarte für C.U.P. – Kochen kommt für uns nicht nur von Kunst, sondern auch von Können und dabei ist ein solides Grundlagenwissen elementar. Es ist die Grundlage für Kreativität bei uns.« Und so sitzt das Handwerk bei den vier Profis vom friesischen Snirtjebraten über Hummer bis zur raffinierten Molekularküche. Die vier Männer lieben es, Neues auszuprobieren und zu perfektionieren.

Slideshow von

Für den Müggenkrug beispielsweise sind verschiedene High-End Griller und Beefer vorgesehen oder ein neuartiges Sushi-Event. Ebenso ganz besondere Picknickkörbe oder ein One-Table-Restaurant-Konzept, aber das sind alles Ideen für den kommenden Sommer. Erst einmal wird Braasch Thoss ihr bisheriges Eventpensum vervielfachen. Helfen werden ihr dabei neben der neuen Zentrale an der Elsflether Straße ihre Partnerin Monika Enke, die gute Seele im Büro, und weitere Angestellte: »Wir stellen zwei neue Führungskräfte ein, die uns bei den Veranstaltungen und in der Akquise helfen sollen.« Betriebswirt Marc Juschka kommt aus der Weser-Ems-Halle und unterstützt Braasch Thoss beim Thema Musik, und Laura Catunas bringt zehn Jahre Marketing- und Akquise-Erfahrung aus einer großen Bremer Eventagentur mit. Zusammen kommt C.U.P nun mittlerweile auf zehn Spezialisten. An Wochenenden können das schnell 30 werden, denn Braasch Thoss verfügt in ganz Deutschland über die Kontakte, ihr Team um Innenarchitekten, Künstler oder Servicekräfte aufzustocken – eben ganz individuell die Leute, die für das Event benötigt werden.

Für Christiane Braasch Thoss ist das Ganze weniger Arbeit, sondern eher ihr Hobby, das sie zum Beruf machen konnte. Auch zuhause dekoriert die Chefin noch gerne, ebenso wie ihr Mann Jochen Thoss mit Leidenschaft kocht oder grillt. Die beiden haben eigentlich ständig Besuch im Haus, wenn sie nicht unterwegs sind. Durch und durch Gastgeber eben, die ihre Mannschaft ebenso gerne um sich haben wie andere Freunde. »Bei aller Klarheit in der Führung, ein gutes Team ist das allerwichtigste.« Sie entschuldigt sich kurz, weil ihr einfällt, dass sie noch über die Wochenpläne schauen muss, und steigt die Treppen ihres historischen Hotels empor, aber nicht, ohne vorher noch einmal Wasser nachzuschenken.

Fotos: Markus Monecke

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