Alfred Döpker

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Als dienstältester Mitarbeiter in der Verwaltung des Bauunternehmens Alfred Döpker GmbH & Co. KG hat Christian Schaefer den Wandel in der Branche hautnah mitbekommen. Ob in seinem Betrieb in Etzhorn, in der Hamburger Innenstadt oder im Europahafen in Bremen: Seine Philosophie wird der Diplomingenieur wohl niemals aufgeben. Zum Glück.

 

Beständig. Solide. Verlässlich. Die Eigenschaften, die auf die eigenen vier Wände zutreffen sollten, sind auch drei der Lieblingsbegriffe von Christian Schaefer, wenn er über das Unternehmen spricht, das er als geschäftsführender Gesellschafter verantwortet. Ein Unternehmen, das für einen Großteil der Bremer Überseestadt verantwortlich zeichnet. Seit 2007 führt Schaefer den traditionellen Betrieb mit viel Gespür durch die Bedürfnisse der heutigen Zeit, sagt eurogenau Kosten für komplexeste Bauvorhaben voraus und hat den Bereich »Schlüsselfertiges Bauen« aufgebaut und etabliert – so etwas wie die Abteilung »Rundum sorglos« im Gewerbe.

Anfangs reagierte Firmenvater Alfred Döpker skeptisch, hat er das Unternehmen doch 1965 klassisch als Spezialist für Rohbau gegründet. Klassisch damals auch die Aufteilung: Vater ist Bauleiter, Mutter Buchhalterin, die tüchtigsten Kerle der Gegend als Maurer und Betonmischer angestellt und schon kommen die Aufträge fast wie von allein. Der Plan geht auf, die Firma wächst, doch irgendwann war diese Form nicht mehr zeitgemäß. Immer mehr Häuslebauer setzen auf schlüsselfertiges Arbeiten – also Baumaßnahmen, die von Beginn bis zur Fertigstellung vom Auftragnehmer ausgeführt und anschließend dem Bauherrn schlüsselfertig übergeben werden. Der alte Döpker sucht jemanden dafür.

 

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Zufällig schaltet Christian Schaefer genau zu diesem Zeitpunkt eine Annonce, 1999 fängt er kurzerhand bei Döpker an. So recht weiß der gelernte Maurer nicht, worauf er sich einlässt, aber er vertraut wie so oft besonnen auf seinen Instinkt und soll genau der Richtige für die Stelle werden: Ein Macher, der Döpker gute Zahlen liefert, weil er sich gut in die Kunden, die Arbeiter und seine Kollegen hineinversetzen kann. Mit einem Bauwesenstudium, Jobs in Kneipen, Architekturbüros, Squashcentern und diversen Bauunternehmen besitzt der gebürtige Berliner die nötige Weitsicht über den Tellerrand und ist auch nicht zu scheu, die vor der Respektsperson Alfred Döpker zu behaupten. Was ihm dabei zu Gute kommt: Die Grundpfeiler von Döpkers Arbeit sind auch die seinen – Qualität in der Arbeit, Fairness in den Preisen, Ehrlichkeit in der Partnerschaft.

Werte, die Schaefer 2008 zwar zum offiziellen Nachfolger von Alfred Döpker machen, die er auf dem heutigen Markt aber leider allzu oft vermisst. Das schmerzt ihn. Zu allererst für seine 30 Mitarbeiter, die er hegt und pflegt und bis zum letzten verteidigt. Sogar über ihren Ruhestand hinaus. Danken tun sie es ihm und ihrer Firma mit Workshops an Wochenenden, einem beeindruckenden Teamgeist und Motivation bis in die Fingerspitzen. Vom Geschäftsführer bis zum Polier tragen am Tag einer Absage erst einmal alle Trauer. Schaefers Art, nah am Kunden umfassend und transparent zu beraten und zu kalkulieren bringen diese Gefahr wohl mit sich. Die Gefahr, dass der Kunde aufgeschlaut mit diesem Wissen ein anderes Unternehmen beauftragt.

Doch Schaefer redet lieber über die guten Projekte. Wie die ersten fünf Jahre in der Bremer Überseestadt, wo Schaefer erster Ansprechpartner war und Döpkers Vorschläge in beeindruckender Geschwindigkeit umgesetzt werden konnten. Oder ein großes Projekt im norddeutschen Raum – groß war daran neben der Fläche in erster Linie die Dankbarkeit des Bauherrn, sich für das leicht teurere, aber richtige Unternehmen entschieden zu haben. Im dortigen Bau wie in Schaefers Philosophie währt ehrlich halt doch am längsten. Alfred Döpkers Worte »Wir bauen Vertrauen« kommen aus Überzeugung.

 

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Foto: Markus Monecke

 

 

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