timecon

Gefällt mir bitte warten zurücksetzen
 
8

Seit Sonja Bunjes bei timecon arbeitet, ist die Personalberatung von zwei auf sechs Niederlassungen und von acht auf 65 Mitarbeiter gewachsen. Zwar sitzt sie nicht in der Geschäftsführung, ist aber deren Assistenz und erste Ansprechpartnerin in allen Fragen – vom Weihnachtsgeld bis zur Höchstgrenze für Firmengeschenke. Nur ein einziges Mal hat eine Info sie nicht rechtzeitig erreicht. 

»Mein Tag als Assistenz der Geschäftsführung bei timecon begann eigentlich immer so: Um acht Uhr ging es los, als erstes habe ich alle Konten unserer Unternehmensgruppe gecheckt. Dann Gehälter, Rechnungseingänge, Schriftverkehr, Banken, Meldungen, Prüfungen, was eben gerade so anstand.« Sonja Bunjes erzählt von diesen Tätigkeiten wie andere von Reisen oder Treffen mit tollen Menschen. Die 41-Jährige wählt die Vergangenheitsform, weil sie sich mittlerweile mit ebensolcher Hingabe wie der Finanzbuchhaltung ihrem zweieinhalb Jahre alten Sohn widmet.

Bei der Personalberatung timecon arbeitet sie gerade in Teilzeit, hält aber im Hintergrund immer noch alle Fäden in der Hand. Als sie 2002 anfing – damals extra aus dem Sauerland hochgezogen –, fand sie ein Büro mit leeren Schränken vor und wunderte sich, wer die wohl befüllen würde. Dass es sich dabei um sie selber handeln sollte, wurde Bunjes schnell klar. 2004 hat sie neben der Assistenz der Geschäftsführung in Oldenburg direkt auch den Lohnbereich übernommen. Zu Hochzeiten hat sie damals den ganzen Tag in einem Raum gesessen und Abrechnungen kontrolliert, um die 300 für die externen und internen Mitarbeiter. Davon hatte die timecon damals allerdings noch familiäre acht. Und noch etwas war anders als heute: Weil man zu Terminen noch schlecht Computer mitnehmen konnte, wurden Stammdaten oder Infos wie Fehlzeiten doppelt aufgenommen – fein säuberlich auf Karteikarten mit aufgeklebten Fotos der Bewerber und später dann noch einmal abgetippt im PC. Ein Umstand, der 2005 im fünften Firmenjahr beseitigt wurde und dem Bunjes nicht gerade nachtrauert.

Linda Heitmann, Geschäftsführerin bei timecon

Mit der Digitalisierung änderte sich auch die Ansprache – zumindest ein wenig: Während seine Assistentin Bunjes im Urlaub war, wechselte Geschäftsführer Carsten Meyer bei allen vom Sie zum Du. Das Timing war eher zufällig, hatte aber drollige Folgen: »Es war schon etwas seltsam, dass der Geschäftsführer nicht mehr gesiezt wurde, ich aber schon«, schmunzelt sie. Das war allerdings mit ziemlicher Sicherheit auch die einzige Information über das Unternehmen, die jemals an Sonja Bunjes vorbeigegangen war. Außerdem ist das Thema »Du« ja auch nicht ganz ohne in einer Position, die Einblick in jedes einzelne Mitarbeiterkonto von der Führung bis zur Auszubildenden hat. Die Firmenfahrten, die ebenfalls von Bunjes organisiert werden, sind eine schöne timecon-Tradition, bei der alle 65 Mitarbeiter aus den sechs Standorten gemeinsam mit der Fähre nach Oslo fahren, ein  komplettes Wochenende in Köln verbringen oder auch mal eine Radtour nach Dangast machen. Bunjes muss immer noch über die »Vom Sie zum Du«-Anekdote schmunzeln.

»Außerdem hat Sonja das herzlichste Lachen im Unternehmen«, ergänzt Geschäftsführerin Linda Heitmann, die wie aufs Stichwort den Raum betritt. Die beiden verbinden für die timecon ganz wichtige Attribute: Engagement, Organisation, Qualität, Kontinuität – Heitmann könnte die Liste noch weiterführen. »Sonja ist prägend für unsere Struktur. Sie weiß einfach alles und ärgert sich selber am meisten über Fehler. Die sie eigentlich nie macht. Aber bei anderen geht sie ebenso wenig Kompromisse ein wie bei sich selber.« Ihr Wissen hat etwas von einer timecon-Enzyklopädie oder moderner: timepedia. Bei jeder Frage zieht sie sicher den richtigen Ordner aus dem Regal – eine Gabe, gerade bei der Vielfalt ihrer Aufgaben und mitten im Spagat zwischen Firma und Familie, für die es bald in den Sommerurlaub geht. Reisen oder Treffen mit tollen Menschen muss Sonja Bunjes also gar nicht missen – und wenn, dann steht ja sicher auch schon die nächste Firmenfahrt an.

Sonja Bunjes, Assistenz der Geschäftsführung

Foto: Markus Monecke

Kommentar hinzufügen