timecon

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Ein persönliches Gespräch:
offen und ehrlich.

Carsten Meyer gründete am 01. April 2000 in Oldenburg das Personaldienstleistungsunternehmen timecon. An mittlerweile sechs Standorten von Oldenburg über Hamburg bis nach Köln vermitteln über 50 interne Mitarbeiter Fach- und Führungskräfte an die erfolgreichsten Unternehmen Nordwestdeutschlands und betreuen über 400 externe Fachkräfte. Meyer ist neben seiner Rolle als geschäftsführender Gesellschafter und Stratege vor allem stark im Ausbilden neuer Führungskräfte im eigenen Haus. Der gelernte Großhandelskaufmann und Diplom Betriebswirt ist Jahrgang 1967, verheiratet, Vater von zwei Kindern und neuerdings Großvater einer kleinen Enkelin.

Herr Meyer, timecon ist heute führend in der Personalvermittlung in Oldenburg und fünf weiteren Städten, die quasi ganz Norddeutschland abdecken, Sie leiten gemeinsam mit Linda Heitmann und Kerstin Pieritz 400 Mitarbeiter, können Sie sich noch an die Anfänge der Firma erinnern?

Carsten Meyer: Selbstverständlich erinnere ich mich noch gut, zunächst würde ich jedoch gerne erklären, dass es für uns nicht entscheidend ist, wie viele Mitarbeiter wir beschäftigen, denn da gibt es sicherlich einige größere Beratungen. Unser Schwerpunkt ist die Vermittlung von qualifizierten Mitarbeitern. Das sind ausschließlich Fachkräfte und oftmals echte Spezialisten. Da ist Masse kein Gradmesser. Aber zurück zur Frage. Der Anfang war am 1. April 2000. Die GmbH habe ich damals mit Kerstin Pieritz als Personalberaterin und zwei weiteren Kollegen gegründet, Kerstin ist heute geschäftsführende Gesellschafterin in Köln. Mittlerweile sind wir mehr als 50 interne Kollegen und man könnte viele stellvertretend für die Geschichte und Entwicklung der timecon nennen.

Wie meinen Sie das?

Meyer: Wir sind immer auf der Suche nach guten Leuten. Für unsere Kunden und natürlich auch für uns selber. Ich brauche starke Partner an meiner Seite und die finden wir glücklicherweise auch immer wieder. Darum bin ich auch großer Freund davon, unsere besten Leute an unserem Geschäft zu beteiligen.

So wie Linda Heitmann?

Meyer: Genau. Linda kam 2006 mit 26 zu uns und war zunächst als Beraterin tätig. Seit 2009 ist sie nun Geschäftsführerin: Wir sind schnell auf einen Nenner gekommen. Ich habe Linda noch ein wenig kaufmännisch stärken können und sie hat mir im Gegenzug moderne Sichtweisen vermittelt. So haben wir etwa flexible Arbeitszeitmodelle eingeführt und lassen nicht nur unsere Führungskräfte aktiv an Entscheidungsprozessen teilhaben.

2009 war ein schwieriges Jahr für Sie. Führt Druck zu Fehlern?

Meyer: Bei uns glücklicherweise genau zum Gegenteil. 2009 war ein katastrophales Jahr für die Automobilbranche, eigentlich für die gesamte Wirtschaft und somit ergaben sich auch für uns schwierige Rahmenbedingungen. Wir haben damals niemanden entlassen und diesen Zustand ein Jahr lang ausgehalten. Betriebswirtschaftlich haben mir damals einige den Vogel gezeigt. Nach der Krise ging es allerdings sofort wieder in die Vollen und wir haben den Verlust um ein Vielfaches reingeholt. Nur, weil wir diejenigen am Markt waren, die noch über die nötige Manpower
verfügt haben. Wir waren schon immer gut darin, innovative neue Märkte auszumachen, zu skalieren, uns breit aufzustellen und schwächelnde Bereiche so eine Zeit lang mittragen zu können.

Carsten Meyer, Geschäftsführer beim Personaldienstleister timecon

In so einer Zeit müssen Sie in der Geschäftsführung aber felsenfest zusammenhalten – sind Sie sich eigentlich immer einig?

Meyer: Nein, aber das müssen wir ja auch nicht. Wir haben unsere Stärken in verschiedenen Bereichen. Ich arbeite gern strategisch, hinterfrage Strukturen, finde gute Leute und baue sie auf, Linda und Kerstin zeichnen sich durch einen unglaublich strukturierten Arbeitsablauf aus. Beides ist sehr wichtig für unsere Geschäfte. Und stärkt ganz nebenbei auch noch unseren Zusammenhalt, weil jeder jederzeit weiß, was er an dem anderen hat.

Würden Sie persönlich Ihren Führungsstil eher als diplomatisch oder als dominant bezeichnen?

Meyer: Das ist eine gute Frage. Ich würde sagen, ich bin beides und versuche je nach Erfordernis richtig zu handeln: ein Diplomat zu sein, wenn es um weiche Faktoren geht und eine Führungsrolle einzunehmen, sobald es darauf ankommt.

Wann kommt es bei Ihnen darauf an?

Meyer: Bei Entscheidungen mit tragender Bedeutung. Und davon hatten wir schon einige: neue Standorte für timecon, die Leitung dort und andere Personalfragen, die Einbindung neuer Geschäfts- bereiche oder auch die Entscheidung, welche abzustoßen. Und die wahre Stärke zeigt sich meiner Meinung nach eh am besten in Krisenzeiten – siehe 2009.

Wie motivieren Sie sich immer wieder aufs Neue?

Meyer: Durch Schokolade. Nein, Spaß beiseite: Ich bewege mich gerne immer wieder aus meiner persönlichen Komfortzone heraus. Ich liebe es, von Zeit zu Zeit Strukturen in Frage zu stellen. Kreativ mit neuen Ideen umzugehen. In die Zukunft zu denken. Etwas anzuschieben, wovon viele profitieren können. Und darum wird auch 2016 noch einiges bei uns passieren.

 

Foto: Markus Monecke

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