Walther Schumacher

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Marcel Spranger stellt das Projekt »Papierloses Büro« vor.

Der IT-Experte Marcel Spranger lebt bei Schumacher vor, was der Spezialist für Design und Bürokultur in Zukunft verkaufen wird: mobile, papierlose und sichere Büros, für die Raum und Zeit zweitrangig werden.

Der Prokurist und IT-Experte Marcel Spranger ist viel unterwegs. Zusätzlich pendelt der 39-jährige Vogtländer auch noch zwischen Oldenburg und seiner Heimat. Als papierloser, digitaler Nomade lebt er aber dabei sehr glücklich.

Ich bin der Mensch bei Schumacher, der zwei Jahre voraus in die Zukunft blickt und dementsprechend Abläufe im Unternehmen in die Wege leitet. Als Prokurist bin ich somit gleichzeitig noch Trendforscher, Einkäufer und zuständig für die IT. Oder anders: ein Allrounder, der von der Abwechslung lebt und an einem festen Schreibtisch vermutlich eingehen würde. Darum habe ich auch keinen. Hätte ich einen Festnetz-Anschluss, würde der meist ins Leere klingeln, warum also? Stattdessen arbeite ich mit Clouds auf meinem Microsoft Surface Pro 4, kann also jederzeit auf alle Daten von Schumacher zugreifen und die Kollegen erreichen. Da ich immer unterwegs und online bin – und ich meine wirklich immer – telefoniere ich über mein Headset mit dem iPhone und lese Briefe nur als Mails, eingescannt von der Post. Ich bin also nicht nur papierlos, sondern als digitaler Nomade auch derjenige, der sämtliche Mobile Devices testet, die Schumacher anbietet – ein wichtiger Sektor in der Zukunft des modernen Büros. Und dort will ich anderen immer einen Schritt voraus sein.

Wo arbeite ich? Welche Zugänge habe ich zu den Firmeninformationen? Wo stecken da Sicherheitslücken? Wie kommuniziere ich mit meinen Kollegen? Alle diese Fragen beantworte ich am lebenden Beispiel. Und das, seit ich im Mai 2014 hier angestellt wurde. Die letzten 19 Jahre habe ich in dieser Branche »Büroausstattung« verbracht – und zwar in allen Bereichen, meist jedoch als ITler.

Nun kümmere ich mich bei Schumacher darum, wie der Außen- und der Innendienst einander besser zuarbeiten können. Schneller miteinander kommunizieren, damit der Kunde möglichst rasch an sein Angebot kommt. Dass der Außendienst bereits alle möglichen Möbel, Geräte oder ganze Räume live am aktuellen iPad konfigurieren kann: bei uns seit 2014 selbstverständlich. Wichtig ist aber auch, dass er seine Notizen nicht auf Papier macht und dann im Auto vergisst, sondern dass alle Mitarbeiter auf derselben Oberfläche arbeiten und der Innendienst direkt nach dem Termin übernimmt. Hier erlebt man gerade bei unseren älteren Semestern so manches Mal Erfreuliches. Die lieben Alten richten sich Endgeräte oder Router »oft« so schnell und effektiv ein, wie das meine Tochter nicht mal könnte.

Klar, ich bin Mädchen für alles und immer erreichbar, aber das ist nun mal mein Job. Ich bin neben allen Prozessen dafür verantwortlich zu entscheiden, welche Entwicklungen Spielkram sind und welche für Schumacher angeschafft und unseren Kunden empfohlen werden. Das umfasst Hardware, Software und noch so viel mehr. Und die Neuerungen kommen exponentiell schneller. Über die informiere ich mich im Netz, auf Messen und auch in Magazinen, die ich mir im Abo als PDF zusenden lasse. Papierlos eben, so wie der Kunde aus dem neuesten Gadget auswählt und in zwei Jahren nicht mehr aus unserem Katalog.

 

Foto: Markus Monecke
Illustration: Pia Bublies

 

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